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Friedhöfe erzählen eine Menge über die Geschichte einer Stadt, eines Dorfs oder einer Region. Als Team der Berliner Grabmal-Manufaktur lieben wir es, über Friedhöfe zu spazieren und auf Friedhofsbänken auszuruhen. Diese besonderen Orte haben eine angenehm stille Atmosphäre und rund um die Grabstätten blüht und wimmelt es.

Wer auf Dorffriedhöfen zu Gast ist, stellt meist schnell fest, dass bestimmte Nachnamen auffällig oft auf Grabsteinen zu lesen sind. Und nirgends fehlt ein großer Stein als Denkmal für die Gefallenen in den beiden Weltkriegen. Auch nach so langer Zeit lässt uns die schiere Menge sehr junger Männer, die in sinnlosem Blutvergießen ihr Leben ließen, erschauern. Friedhöfe sind daher oft auch Orte der Mahnung.

Wer ist wichtig?

In Großstädten wie Berlin ist es spannend zu sehen, wie die Gräber berühmter Persönlichkeiten aussehen, die vor langer Zeit und in anderen politischen Systemen lebten. An welche Politikerinnen und Politiker wird mit Ehrengräbern erinnert? Welche Gräber einflussreicher Personen fristen dagegen ein Schattendasein, weil noch keine angemessene Erinnerungskultur für eine bestimmte Epoche entwickelt wurde? Mitunter lässt es den Friedhofsbesucher schmunzeln, wenn ein monumentales Grabmal an einen erfolgreichen Konditormeister aus dem 18. Jahrhundert erinnert. Die bescheidene Grabplatte des Urnengrabs eines einflussreichen DDR-Politikers ist aber kaum zu finden. Aber wer entscheidet schon, wer wirklich wichtig ist? Und haben Größe, Lage und Preis eines Grabmals etwas mit dem Wert eines Menschen zu tun?

Unsere Grabmale aus Holz wirken inmitten einer von Grabsteinen geprägten Umgebung außergewöhnlich. Doch ihre warme Ausstrahlung und ihr Design lassen den Betrachter sofort verstehen, dass es sich um individuelle Grabkreuze und -stelen handelt, die an einen besonderen Menschen erinnern. Zu Lebzeiten hat jeder Mensch die Möglichkeit, durch Kleidung, Schmuck, Haarfarbe oder auch Tattoos der eigenen Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen.

Individualität über den Tod hinaus

Wir glauben daran, dass Individualität auch mit dem Tod nicht aufhört. Deshalb lieben wir beispielsweise das Grab von Graciano Rocchigiani, das einem Boxring ähnelt. Der witzige Grabstein der Stereo-Total-Sängerin Françoise Cactus lässt uns laut auflachen. Und noch immer dekorieren die Fans des Ton-Steine-Scherben-Sängers Rio Reiser die Grabstätte ihres Idols mit bunten Utensilien.

Haben auch Sie ein Faible für außergewöhnliche Grabsteine? Dann empfehlen wir Ihnen das Buch „Gestatten Sie, dass ich liegen bleibe: Ungewöhnliche Grabsteine – Eine Reise über die Friedhöfe von heute“ Taschenbuch von Thorsten Benkel und Matthias Meitzler sowie dessen Fortsetzung „Game Over: Neue ungewöhnliche Grabsteine“. Lassen Sie sich inspirieren und denken Sie daran, dass ein gut gestaltetes Grabmal den Angehörigen gefallen und nicht gesellschaftlichen Normen entsprechen muss.

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